Der Inklusionsgedanke

Jeder Mensch hat ein Recht auf individuelle Entwicklung und ein soziales Miteinander.

Ziel der Inklusion ist es Ausgrenzungen zu verhindern und durch unterstützende Angebote in den Bereichen Arbeit, soziales Umfeld und Freizeit die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen.

"Inklusion ist gelungen, wenn jeder Mensch von der Gesellschaft akzeptiert wird, genauso wie er ist, weil Unterschiede normal sind. Mit Inklusion wird aus dem Nebeneinander ein Miteinander und ein gemeinsamer Alltag selbstverständlich". (www.aktion-mensch.de)

Die Inklusion von Menschen mit einer seelischen Erkrankung steht im Fokus unserer täglichen Arbeit. Dazu einige Beispiele:

Café Vielfalt

Im April 2013 wurde das Café Vielfalt in der Neustadt Quakenbrücks im Haus Bethanien (Altenpflegeheim) eröffnet.

Tagesstätte Bethanien: Der InklusionsgedankeDas Café richtet sich an Menschen mit und ohne Behinderung. Es dient dem Austausch untereinander und der Begegnung. Gemeinsam mit den Teilnehmern sorgen wir für all das, was zu einem Cafébetrieb dazu gehört - vom Einkauf über das Backen bis zum Servieren. Sechs Teilnehmer arbeiten dort in festen Gruppen zusammen. Ziel ist es, Ressourcen zu entdecken sowie soziale Kompetenzen und Kommunikation zu fördern.

Neben dem Cafébereich im Haus Bethanien nutzen wir ebenfalls den Mehrzweckraum des Hauses. Der Raum bietet uns viel Platz und wir haben dort die Möglichkeit z. B. Bewegungsangebote durchzuführen.

Tagesstätte Bethanien: Der InklusionsgedankeDie jährliche Freizeit

Neben vielen anderen Außenaktivitäten und kulturellen Veranstaltungen bietet die Tagesstätte jedes Jahr eine Freizeit über 5 Tage für die Teilnehmer an. Hier steht die Teilnahme am öffentlichen Leben und die Förderung von aktiver Freizeitgestaltung im Vordergrund.

Tagesstätte Bethanien: Der InklusionsgedankeDie wechselnden Reiseziele - ob das Meer oder die Berge - sind innerhalb weniger Stunden gut erreichbar. Als Unterkünfte wählen wir Gemeinschaftshäuser aus, so dass ein Miteinander von Jung und Alt, von Menschen mit und ohne Behinderung entstehen kann. Dieses ist für unsere Teilnehmer von großer Bedeutung, denn es bietet die Möglichkeit, sich außerhalb des gewohnten Umfeldes zu erproben und aktiv Neues kennenzulernen. Es entsteht eine zusätzliche Lebensqualität.

Praktika in Firmen vor Ort

Erfahrungen zeigen, dass das Fehlen einer sinnvollen Beschäftigung in vielen Fällen zu körperlichen und seelischen Erkrankungen führt. Gerade für jüngere Teilnehmer der Tagesstätte hat Arbeit einen hohen Stellenwert. Über Praktika in Firmen auf dem ersten Arbeitsmarkt vor Ort können sie im Rahmen eines festgelegten Zeitraumes bis maximal vier Wochen arbeiten. Die tägliche Arbeitszeit wird den Fähigkeiten des Teilnehmers angepasst und kann individuell gesteigert werden.

Ziel des Praktikums ist eine Arbeitserprobung, um festzustellen, wie groß die eigene Belastbarkeit und Ausdauer ist.

In der Zusammenarbeit behinderter und nicht behinderter Menschen wird gegenseitiges Verständnis und voneinander Lernen gefördert. Die Teilnehmer bekommen einen Einblick in die Arbeitswelt und erleben sich als produktiven Teil dieser.